“Autos sind gefährlicher als Terroristen”

Im letzten Jahr sind - so das statistische Bundesamt - in Deutschland 5.091 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. In den Jahren zuvor lagen die Zahlen in ähnlichen Größenordnungen, so dass man davon ausgehen darf, dass seit dem 11. September 2001 in Deutschland allein wenigstens 30.000 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben gelassen haben.

In den USA liegt die Zahl der Verkehrstoten bei rund 40.000 - pro Jahr. In jedem einzelnen Monat sterben also in den USA in etwa soviele Menschen wie bei den bisher fatalsten Terroranschlägen, dem Angriff auf das World Trade Center am 11. September 2001.

Wer diesen Vergleich als zynisch empfindet, hat insofern nicht ganz Unrecht, als dass jedes Menschenleben wertvoll ist und man von daher immer vorsichtig bei Statistiken dieser Art sein sollte. Allerdings finde ich es bemerkenswert, dass wir offenbar wie selbstverständlich eine große Zahl von Todesopfern im Straßenverkehr billigend in Kauf nehmen, während schon die bloße Möglichkeit von wahrscheinlich vergleichsweise geringeren Opferzahlen durch Terrorismus panische Angst auslöst und vielen Menschen Maßnahmen vertretbar erscheinen lässt, die bei objektiver Betrachtung als völlig unangemessen erscheinen müssen.

Angst - als psychologisches Phänomen - ist naturgemäß irrational. Der Umgang mit der Angst muss es aber nicht zwingend sein.

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